Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL)

Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung ist ein deutschlandweiter Verbund von exzellenten Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die sich in herausragender Weise mit Lungenerkrankungen beschäftigen. Das Ziel des virtuellen Verbunds ist die möglichst schnelle Entwicklung neuer krankheitsspezifischer Diagnostika und individueller Therapien gegen diese oftmals tödlich endenden Erkrankungen. Am Fraunhofer ITEM, das gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover und der Leibniz-Universität am Standort Hannover maßgeblich beteiligt ist, stehen die Forschungen zu Asthma und Allergien sowie zur chronischen Bronchitis (COPD) im Fokus.

Lungenerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen, effektivere Therapien müssen möglichst schnell entwickelt werden. Die Bündelung der Expertise  im DZL, die gemeinsame Nutzung von Ressourcen und die Forschung von den Grundlagen über die Präklinik bis hin zum Patienten bietet hier eine einmalige Chance. Ein wichtiges Ziel des bundesweiten Zusammenschlusses besteht darin, strategische Allianzen mit Biotechnologie-, Pharma- und Medizintechnikunternehmen in Europa anzuschieben.

Das DZL wird seine Forschung auf acht Indikationen fokussieren: Asthma und Allergie, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), zystische Fibrose, Pneumonie und akutes Lungenversagen, diffuse parenchymatöse Lungenerkrankungen/Lungenfibrose, Lungenhochdruck, Lungenerkrankungen im Endstadium sowie Lungenkrebs.

Das Fraunhofer ITEM (BREATH) ist vor allem an den Forschungen zu Asthma und Allergien sowie zur chronischen Bronchitis (COPD) maßgeblich beteiligt. Auf diesen Gebieten bringt das Institut jahrelange Erfahrungen in Forschung und klinischen Studien ein. Der Ansatz ist übergreifend und anwendungsorientiert. Beim Asthma beispielsweise sollen zum einen Schlüsselfaktoren im zellulären und molekularen Krankheitsgeschehen identifiziert und verschiedenen Asthmatypen zugeordnet werden. Es werden außerdem Targets und Biomarker in verschiedenen Modellen evaluiert. Darüber hinaus wird der Krankheitsverlauf von Asthmapatienten über lange Zeit beobachtet, es werden ausgewählte Krankheitstypen mit modernsten molekularbiologischen Methoden charakterisiert und auf dieser Grundlage neue Targets und Biomarker entwickelt.

Bei der COPD werden neue Biomarker in der Ausatemluft und mittels Bildgebung entwickelt, die den Verlauf der Krankheit vorhersagen und die Atemwegsentzündung sichtbar machen und dadurch zur differenzierten Diagnostik beitragen. Weiterhin werden neue antientzündliche Medikamente gegen COPD entwickelt. Am Ende der Kette steht als Ziel die Entwicklung und Testung krankheitsspezifischer und individueller Therapien.

  • Biomedical Research in Endstage Lung Disease (BREATH); Hannover
  • Airway Research Center North (ARCN); Borstel, Lübeck, Kiel, Großhansdorf
  • Universities of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC)
  • Translational Lung Research Center Heidelberg (TLRC-H); Heidelberg
  • Comprehensive Pneumology Center Munich (CPC-M); München